Coaching am Stachus | München
Markus Drewes
Coaching München | Coach München: Markus Drewes in einer Coaching-Sitzung.

Der Weg ist das Ziel

Persönlichkeitsentwicklung

„Woran kann ich erkennen, dass die Entwicklung meiner Persönlichkeit in dem einen oder anderen Bereich für mich einen Vorteil bringen könnte?“ Bei Vorträgen, Seminaren und in Erstgesprächen höre ich, so oder so ähnlich, diese Frage regelmäßig.

Meiner Erfahrung nach ist es ein sehr zuverlässiges Zeichen für eine Entwicklungschance, wenn Menschen sich in bestimmten Situationen immer wieder oder sogar regelmäßig unwohl fühlen. Situationen, die entweder immer gleich oder zumindest irgendwie ähnlich sind, oder die durch ein verborgenes Muster verbunden scheinen.

Das können im Beruf Präsentationen sein, Meetings mit Teams, Besprechungen mit der Chefin oder dem Chef, Vorstellungsrunden, … im Privatleben beispielsweise beim Kennenlernen neuer Leute, Situationen auf Partys, oder bestimmte Themen mit der Partnerin oder dem Partner, oder wenn sie sich regelmäßig selbst sabotieren, immer kurz bevor sie ein Ziel erreichen. Oder, oder, oder …

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Auch Personen können Muster sein: Da ist dieser Typus von Kollege oder Chef, dem sie dauernd zu begegnen scheinen. Egal in welchem Unternehmen sie gerade sind, da ist immer genau dieser eine Typ Mensch, mit dem sie regelmäßig ihre Schwierigkeiten haben. Und da ist es egal, dass der in dem einen Unternehmen Herr Mayer und im nächsten Frau Müller heißt. Es gibt sogar Menschen, die wechseln die Abteilung oder kündigen sogar, nur um diesem Typ zu entkommen. Und dann treffen sie im neuen Job wieder diesen Kollegen oder diese Chefin, die Zwillingsgeschwister im Geiste von dem Ex-Kollegen sein könnten, dem sie so gerne entkommen wollten. Oder im privaten Bereich, wenn sie immer wieder auf den gleichen Typus Frau oder Mann hereinfallen.

Neues möglich machen

Allgemeiner gesagt: Bei „Persönlichkeitsentwicklung“ geht es um die Weiterentwicklung des einzigartigen Sets von psychischen oder psychologischen Eigenschaften, über die jeder Mensch individuell verfügt. Und es geht um das Erweitern der Handlungsfähigkeit in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Die Motive einiger meiner bisherigen Klienten dafür lauteten beispielsweise, „ich will allgemein stärker und widerstandsfähiger werden – und ganz besonders in Krisen und Problemzeiten“, „ich will flexibler und unabhängiger werden“, „ich möchte selbstbestimmter leben“, „ich möchte meine Stärken ausbauen und neue Fertigkeiten lernen“, „ich will mich selbst besser kennenlernen“, „ich will mehr Selbstwirksamkeit entwickeln“.

Stärke, Flexibilität, Selbstbestimmung und Lernfähigkeit – diese Fähigkeiten gehören zentral auch zum Themenfeld Selbstbewusstsein dazu, und damit zu den Ressourcen, die erfolgreiche Menschen stärker als andere besitzen: Sie kennen ihre Ziele und verfolgen sie konsequent. Das Wissen um ihre persönlichen Stärken und das Akzeptieren ihrer Schwächen – und das Arbeiten daran – versetzt sie in die Lage, auch kritische Situationen zu meistern. Dadurch können sie sich auch noch besser auf diese Ziele konzentrieren und erfolgreicher dafür einsetzen.

Persönlichkeitsentwicklung ist somit eine Investition in sich selbst, die unter anderem damit arbeitet, mehr Klarheit über sich selbst zu gewinnen. So zeigt sie etwas zunächst Verborgenes an, was sich unter passenden Bedingungen gestaltend entfalten lässt, und damit gleichzeitig zum Kompass für die Persönlichkeits-Ent-Wicklung wird.

Persönlichkeit weiterentwickeln

Wozu aber braucht es überhaupt so etwas wie „Persönlichkeitsentwicklung“, könnte man sich fragen. Schließlich ist man ja schon „wer“, hat bereits eine Persönlichkeit. Und frau oder man hat ja auch bereits ein paar Jahrzehnte Leben, Erfahrung und Lernen hinter sich.

Mit Konfuzius könnte man die Frage nach dem „Warum“ so beantworten: „Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.“ Mit Johann Wolfgang von Goethe (im Gespräch mit Friedrich von Müller, 1830) könnte man sagen: „Man muss immerfort verändern, erneuern, verjüngen, um nicht zu verstocken.“ Und auf Neu-Deutsch könnte man sagen, dass man ständig an der Erweiterung seiner Komfort-Zone arbeiten sollte, weil sie von Natur aus die Tendenz hat, im Alltag zu schrumpfen.

Ebenfalls Konfuzius wird „Der Weg ist das Ziel“ zugeschrieben. Für die Weiterentwicklung der Persönlichkeit – des „Charakters“, „Temperaments“ oder auch „Gemüts“ – gilt das in besonderem Maße:

In den allermeisten Fällen wird beim Gehen des Weges viel Unerwartetes und auch Unerhofftes entdeckt.

Bei meinem Vortrag für die DAB Bank (2016) habe ich das Thema Persönlichkeitsentwicklung und das Beste Selbst intensiv beleuchtet.

Auf dem Weg zum Besten Selbst

Viele Menschen kennen auch das: Wenn sie mit sich und der Welt im Reinen und im Einklang sind – und andersrum ebenso. Sie im Flow, im Fluss, sind. In der Kraft sind. Unangestrengt und entspannt. Und die Dinge laufen so, wie sie es sich wünschen. Und Ziele einfach zu erreichen sind. Und das Ganze ein stabiler Zustand über Tage, Wochen oder Jahre hinweg ist, den man fast beliebig aufrechterhalten kann. Ein Grundgefühl von Vertrauen, Zuversicht und Lebensfreude. Das nenne ich das Beste Selbst.

Viele meiner Klienten kommen zu mir, weil sie diesen Zustand herbeisehnen, aber noch nicht erreicht haben, oder weil der ihnen plötzlich abhandengekommen ist. Vor allem diese drei Punkte machen einen erfahrenen Coach zu einem geschätzten Partner:

  • Der professionelle, unabhängige Blick von außen. Der ist anders als der der Partnerin oder der des besten Freundes oder der des Kollegen und Mentors.
  • Auch ist der systematische und gesteuerte Prozess eines gut ausgebildeten Coaches in der Regel effizienter.
  • Die Techniken, die erfahrene Coaches zu ihrer Verfügung haben, die Veränderungen schnell und elegant ermöglichen.

Raus aus der Konfortzone!

Dem Besten Selbst als Leitstern zu folgen bedeutet auch, die eigene so genannte Komfort-Zone zu verlassen. Das ist der Bereich unseres Lebens, in dem wir uns enorm gut auskennen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Auch wenn der erste Wortbestandteil „Komfort“ heißt, bedeutet „Komfort“zone, keinesfalls dass es uns darin gut geht. Diese Zone kann auch lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück sein.

Durch kleine Veränderungen jedoch werden plötzlich Dinge möglich, die vorher noch undenkbar und außerhalb der Reichweite waren.