Coaching am Stachus | München
Markus Drewes
Coach München | Coaching München: Erfolgscoach Markus Drewes.

Ihr bester Lebenslauf

Wertvolle Tipps für Form und Inhalt

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Ihre Bewerbungsunterlagen das Erste, was Ihr zukünftiger Vorgesetzter von Ihnen zu sehen bekommt. Auch hier gilt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Verschiedene Studien über Bewerbungen kommen zu immer ähnlichen Ergebnissen: Der Lebenslauf wird von den Personalentscheidern zu rund 70 Prozent als wichtigstes Dokument einer Bewerbung gewertet. Rund 20 Prozent entfallen auf das Anschreiben, etwa 10 Prozent auf die Zeugnisse.

Eine besonders interessante Untersuchung in diesem Zusammenhang wurde im Auftrag von Stepstone Österreich zum Teil mit Blickverfolgung („Eye Tracking“) durchgeführt. Diese Studie ergab, dass die Personalverantwortlichen sich dabei durchschnittlich nur 43 Sekunden Zeit für den Lebenslauf Zeit genommen haben. Die allermeisten lesen die Bewerberdokumente übrigens am Bildschirm.

Auf der Basis der verschiedenen Untersuchungen und vor allem auch meiner eigenen Erfahrungen auf beiden Seiten des Schreibtischs, nachfolgend meine zentralen Empfehlungen für Ihren besten Lebenslauf. Mehr Details zu Struktur, Inhalten und graphischer Gestaltung finden Sie in den Folien von meinem Vortrag darüber auf dem Karrieretag München.

Allgemein

  • Insgesamt sollte der Lebenslauf übersichtlich, klar strukturiert und intuitiv verstehbar sein. Machen Sie es dem Leser leicht! Dazu dient auch genügend typografischer Weißraum auf den Seiten.
  • Reichen Sie Ihre elektronische Bewerbung als PDF und in einem Dokument ein. Das bedeutet: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in einem Paket. Dabei hilft beispielsweise der kostenlose PDF24 Creator
  • Standardmäßig umfasst der Lebenslauf zwei Seiten. Bei langjährigen Berufserfahrungen können es bis zu drei Seiten sein. Mit einem Deckblatt (siehe unten) können Sie etwas Platz gewinnen.
  • Ist die Ausschreibung in einer Fremdsprache, sollte auch Ihre Bewerbung in dieser Sprache sein. Inklusive Lebenslauf.
  • Fehler in Rechtschreibung und Grammatik sind für fast zwei Drittel der Personalverantwortlichen ein Ausschlusskriterium.
  • Haben Sie mehrere Jobwechsel in Ihrer Vita, interessieren sich nahezu alle Interviewer für die Motive.
  • Auch Lücken im Lebenslauf sollten im Interview schlüssig begründet werden können.

Persönliche Daten

  • Setzen Sie ein Foto ein: Ein professionelles, aktuelles Bewerbungsfoto. Falls Sie kein solches Foto vorliegen haben, verzichten Sie ausnahmsweise auf das Bild. Ungeeignete Fotos gelten als Zeichen einer schlechten Bewerbung.
  • Zu den persönlichen Daten gehören mindestens Name, Geburtstag und die Kontaktdaten. Die – seriöse! – E-Mail-Adresse darf aus einem PDF gerne auch verlinkt sein.

Beruflicher Werdegang

  • Dieser Abschnitt folgt direkt nach dem mit den persönlichen Daten.
  • Der berufliche Werdegang ist der wichtigste Abschnitt innerhalb des Lebenslaufs. Fast die Hälfte der Zeit beschäftigten sich die Personalverantwortliche in der Stepstone-Studie damit. Vor allem mit den jüngsten Stationen.
  • Die Tabelle besteht aus nur zwei Spalten: Datumsspalte und Inhaltsspalte.
  • In der Datumsspalte genügt die Angabe von Monaten und Jahren. In aller Regel wird die jüngste Position zuerst aufgeführt, dann Station für Station in die Vergangenheit zurück.
  • In die Inhaltsspalte gehören mindestens die Angabe der Position und des Unternehmens. Die Nennung Ihrer Aufgaben und Erfolge kann Ihnen Bonuspunkte einbringen.
  • Greifen Sie nach Möglichkeit die in der Ausschreibung genannten Schlagworte auf.

Datum und Unterschrift

  • Beide Elemente gehören unter einen Lebenslauf, auch einen elektronischen.
  • Das Datum sollte mit dem im Anschreiben übereinstimmen.
  • Ihre Unterschrift können Sie für eine elektronische Bewerbung als Bild einfügen. Am besten mit einem transparenten Hintergrund teilweise über den Text legen – das sieht einem Original zum Verwechseln ähnlich. Das Bildformat „png“ eignet sich besonders gut.

Deckblatt

  • Falls Sie mit einem Deckblatt arbeiten, sehen Sie bitte auch einen prominenten Platz für die Position und den Namen des Unternehmens vor, bei dem Sie sich bewerben.
  • Standardmäßig gehören das Foto und die persönlichen Daten auf das Deckblatt.
  • Dann geht es auf der nächsten Seite direkt mit „Beruflicher Werdegang“ weiter.

Graphische Gestaltung

  • Grundsätzlich werden Lebensläufe eher nüchtern gestaltet.
  • Zur übersichtlichen und flexiblen Präsentation der Inhalte rate ich zu Tabellen.
  • Im Inhaltsteil bitte nur eine Schrifttype verwenden. Momentan geht der Trend zu serifenlosen Schriften, die auch am Bildschirm gut lesbar sind. Ihr Briefpapier kann eine eigene Schrifttype nutzen.
  • Die zwei oder maximal drei unterschiedlichen Schriftgrößen im Inhaltsteil können bei Bedarf mit unterschiedlichen Schriftstärken und -lagen kombiniert werden.